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Sonntag, 11. April 2010
Fotos von Andrea Kueppers im ADA - 18.04.2010, 17 Uhr
Bevor Andrea Kueppers vor Jahren als Fotografin nach Hamburg ging, hatte sie einige Jahre in Wuppertal gelebt und
gearbeitet. Als sie nach ihrer Ausbildung zur Fotografin, (u.A. bei Horst Wackerbarth und Ross Feltus), das Tal
verliess – zu einer Zeit, in der das noch nicht ganz so trendy war wie heute - liess sie in ihrer Wahlheimat viele
gute Freunde und Weggefährten zurück. Die, die bis heute noch hier ausharren, dürfen sich nun auf ein Wiedersehen
mit der erfolgreich im Norden arbeitenden Portrait-und Reportagefotografin freuen, wenn sie am nächsten Sonntag, zur
Eröffnung ihrer Ausstellung “Twice” ins Café ADA kommt.
Andrea Kueppers’ Arbeiten, für die sie inzwischen die halbe Welt bereist hat, stellen Einblicke in andere Welten und andere Leben dar. Egal, ob sie auf eigene Faust im argentinischen Nirgendwo die letzten Gauchos findet, oder ob sie – allen gut gemeinten Warnungen zum Trotz – durchs nächtliche Kingston streift, um dort selber zu sehen, was ein Dasein jenseits der für Touristen “freigegebenen” Viertel ausmacht, immer geht es ihr darum, zu zeigen, wie sich Leben anfühlt.
Ihre ab Sonntag, den 18.04.2010 im Erdgeschoss des Café ADA gezeigte Portraitserie “Twice” entstand bei diesen vielen Reisen. Wo immer Andrea Kueppers ihre Suche nach dem richtigen Moment auch hinführt, geht sie ihrer fotografischen Obsession nach, für die sie jeweils zwei identisch gekleidete Menschen vor neutralem Hintergrund mit ihrem Fotoapparat konfrontiert. So entstehen Doppelportraits, die den individuellen Charakter der Abgebildeten gerade durch die Uniformierung ihrer Kleidung besonders hervorheben. Dabei schreckt Andrea Kueppers nicht davor zurück, ihren Portraitwunsch auch an solche Uniformträger heranzutragen, denen normale Reisende vielleicht doch lieber aus dem Weg gehen. So finden sich in der Portraitserie auch Offiziere der Armee Sri Lankas, Matrosen der türkischen Kriegsmarine und natürlich auch Polizisten aus Hamburg wieder – kommentarlos neben Baseballspielern, Verkäuferinnen und Müllmännern. Derart egalisiert und auf ihre persönliche Mimik reduziert, offenbaren sich auch die martialisch Uniformierten als das, was sie unter ihren Militär- oder Polizeiuniformen sind: Individuen, denen die Spuren ihres Lebens ins Gesicht geschrieben sind – und die ebensogut in den orangen Anzügen der neben ihnen hängenden Männer der Hamburger Stadtreinigung stecken könnten.
Die Portraitserie “Twice” ist vom 18.04. bis zum 29.05.2010 im Erdgeschoss/ Restaurant des Café ADA in der Wiesenstrasse 6 (Wuppertal-Elberfeld) zu sehen. Zur Vernissage am Sonntag, den 18.04. um 17 Uhr gbt es einige einführende Worte des ebenfalls ehemaligen Wuppertalers Stefan Asmus, der heute in Köln lebt, und Dekan des Fachbereichs Design der FH Düsseldorf ist.
Die Ausstellungseröffnung, die keinen Eintritt kostet, wird mit einem eigens für den Anlass zusammengestellten DJ-Set von um3000 abgerundet.

Andrea Kueppers’ Arbeiten, für die sie inzwischen die halbe Welt bereist hat, stellen Einblicke in andere Welten und andere Leben dar. Egal, ob sie auf eigene Faust im argentinischen Nirgendwo die letzten Gauchos findet, oder ob sie – allen gut gemeinten Warnungen zum Trotz – durchs nächtliche Kingston streift, um dort selber zu sehen, was ein Dasein jenseits der für Touristen “freigegebenen” Viertel ausmacht, immer geht es ihr darum, zu zeigen, wie sich Leben anfühlt.
Ihre ab Sonntag, den 18.04.2010 im Erdgeschoss des Café ADA gezeigte Portraitserie “Twice” entstand bei diesen vielen Reisen. Wo immer Andrea Kueppers ihre Suche nach dem richtigen Moment auch hinführt, geht sie ihrer fotografischen Obsession nach, für die sie jeweils zwei identisch gekleidete Menschen vor neutralem Hintergrund mit ihrem Fotoapparat konfrontiert. So entstehen Doppelportraits, die den individuellen Charakter der Abgebildeten gerade durch die Uniformierung ihrer Kleidung besonders hervorheben. Dabei schreckt Andrea Kueppers nicht davor zurück, ihren Portraitwunsch auch an solche Uniformträger heranzutragen, denen normale Reisende vielleicht doch lieber aus dem Weg gehen. So finden sich in der Portraitserie auch Offiziere der Armee Sri Lankas, Matrosen der türkischen Kriegsmarine und natürlich auch Polizisten aus Hamburg wieder – kommentarlos neben Baseballspielern, Verkäuferinnen und Müllmännern. Derart egalisiert und auf ihre persönliche Mimik reduziert, offenbaren sich auch die martialisch Uniformierten als das, was sie unter ihren Militär- oder Polizeiuniformen sind: Individuen, denen die Spuren ihres Lebens ins Gesicht geschrieben sind – und die ebensogut in den orangen Anzügen der neben ihnen hängenden Männer der Hamburger Stadtreinigung stecken könnten.
Die Portraitserie “Twice” ist vom 18.04. bis zum 29.05.2010 im Erdgeschoss/ Restaurant des Café ADA in der Wiesenstrasse 6 (Wuppertal-Elberfeld) zu sehen. Zur Vernissage am Sonntag, den 18.04. um 17 Uhr gbt es einige einführende Worte des ebenfalls ehemaligen Wuppertalers Stefan Asmus, der heute in Köln lebt, und Dekan des Fachbereichs Design der FH Düsseldorf ist.
Die Ausstellungseröffnung, die keinen Eintritt kostet, wird mit einem eigens für den Anlass zusammengestellten DJ-Set von um3000 abgerundet.
Als inzwischen überzeugte Hamburgerin beschäftigt sich Andrea Kueppers selbstverständlich auch mit ihrem Wohnort,
der einer engagierten Fotografin viele Gelegenheiten bietet, Reportagen vor der eigenen Haustür zu finden. Die hier
abgebildeten Fotografien entstanden alle Anfang dieses Jahres im Gängeviertel der Stadt, in dem sich der Widerstand
gegen neoliberale Konzepte des Stadtumbaus besonders bemerkbar manifestiert hat. (Und dessen Umwandlung in Büro- und
Kommerzflächen für den Moment gestoppt scheint.)
www.andreakueppers.com
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alle Fotos: © Andrea Kueppers
Mittwoch, 3. März 2010
Going Underground: um3000
Zweimal Neues von drüben:
Zum internen Treffen der “freien Szene” Wuppertals in der Alten Feuerwache, bei dem sich Künstler und Kulturarbeiter über ihre Haltung zu einem von Oberbürgermeister Peter Jung angeregten Treffen zwischen Stadtspitze und Kuturszene verständigen wollen, gibt es seit heute im UMLOG einen Zwischenruf von um3000, in dem die Reorganisation des Underground gefordert wird. Den Text “Wir koennen auch anders” kann man auch als pdf-file herunterladen. Download: Wir können auch anders!
Übermorgen, also am Freitag, den 05.03.2010 findet in der ersten Etage des ADA die zweite R.I.D. mit VEB DUBSTEP statt. Die Radikal Interdisziplinäre Dorfdisko (R.I.D.) versucht erneut, radikale Klänge und Bässe aus der Familie des britischen Dancefloors in unserem Dorf heimisch zu machen. Brumm, brumm, brumm – die Bassbox fällt gleich um! Für die VEB DUBSTEP-Dubs und Steps sind auch diesmal folgende Aktivisten verantwortlich: Markus (Berlin, W-Tal), T.Raumdeckung (W-Tal) und um3000 (W-Tal) Für eine radikale Alltagskultur!
Café ADA, erste Etage
Wiesenstrasse 6, Wuppertal-Elberfeld
2200 MEZ, Euer Beitrag am Eingang: Euro 3,–
Eine Koop von Café ADA und TUNN:EL
Zum internen Treffen der “freien Szene” Wuppertals in der Alten Feuerwache, bei dem sich Künstler und Kulturarbeiter über ihre Haltung zu einem von Oberbürgermeister Peter Jung angeregten Treffen zwischen Stadtspitze und Kuturszene verständigen wollen, gibt es seit heute im UMLOG einen Zwischenruf von um3000, in dem die Reorganisation des Underground gefordert wird. Den Text “Wir koennen auch anders” kann man auch als pdf-file herunterladen. Download: Wir können auch anders!
Übermorgen, also am Freitag, den 05.03.2010 findet in der ersten Etage des ADA die zweite R.I.D. mit VEB DUBSTEP statt. Die Radikal Interdisziplinäre Dorfdisko (R.I.D.) versucht erneut, radikale Klänge und Bässe aus der Familie des britischen Dancefloors in unserem Dorf heimisch zu machen. Brumm, brumm, brumm – die Bassbox fällt gleich um! Für die VEB DUBSTEP-Dubs und Steps sind auch diesmal folgende Aktivisten verantwortlich: Markus (Berlin, W-Tal), T.Raumdeckung (W-Tal) und um3000 (W-Tal) Für eine radikale Alltagskultur!
Café ADA, erste Etage
Wiesenstrasse 6, Wuppertal-Elberfeld
2200 MEZ, Euer Beitrag am Eingang: Euro 3,–
Eine Koop von Café ADA und TUNN:EL
Wehrt sich Wuppertal? TEIL 3
Was nun ? – Beitrag vom 03. März 2010
Die Ausplünderung der Städte und ihrer Bewohner und der Umbau der Kommunen zu renditeorientierten Unternehmen vollzieht sich bisher erstaunlich konfliktfrei. Vorgeblich alternativlose Konzepte zur Privatisierung öffentlicher Aufgaben und durch die lokalen Medien gefeierte “zukunftssichernde” Grossprojekte werden von der Bevölkerung zumeist eher leidenschaftslos registriert, und die zunehmenden sozialen Verwerfungen in den Quartieren führen bisher noch nicht zu Auseinandersetzungen zwischen Armen und Besitzenden. Oft sind die ärmsten Städte sogar die sichersten in den entsprechenden Rankings der neoliberalen Thinktanks.
"Wehrt sich Wuppertal? TEIL 3" vollständig lesen
Die Ausplünderung der Städte und ihrer Bewohner und der Umbau der Kommunen zu renditeorientierten Unternehmen vollzieht sich bisher erstaunlich konfliktfrei. Vorgeblich alternativlose Konzepte zur Privatisierung öffentlicher Aufgaben und durch die lokalen Medien gefeierte “zukunftssichernde” Grossprojekte werden von der Bevölkerung zumeist eher leidenschaftslos registriert, und die zunehmenden sozialen Verwerfungen in den Quartieren führen bisher noch nicht zu Auseinandersetzungen zwischen Armen und Besitzenden. Oft sind die ärmsten Städte sogar die sichersten in den entsprechenden Rankings der neoliberalen Thinktanks.
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